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Angebote

Auf meinplatz.ch werden Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderung angeboten. In der Regel haben diese Personen bereits eine IV-Rente oder eine IV-Rente ist beantragt. Die Anbieter und Leistungserbringer sind Institutionen, die eine kantonale Bewilligung/Anerkennung haben und somit qualitätsgeprüfte Angebote bereitstellen. Die Angebote sind in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Tagesstruktur. Assistenzdienstleistungen, bei denen Menschen mit Behinderung direkte Arbeitgeber sind, werden nicht auf meinplatz.ch angeboten, sondern finden Sie in der Clea-App (https://www.clea.app/).

Tagesstruktur

Sie nehmen tagsüber an Tätigkeitsprogrammen teil. Die Tagesstruktur wird unterschiedlich benannt, manche Kantone und Institutionen nennen diese auch Tagesplatz, Tagesgestaltung, Tagesstätte, Atelier oder Beschäftigung. Die Tagesstruktur ist nicht leistungsorientiert. Wenn Produkte hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden, geschieht dies immer ohne Leistungsdruck. Die Teilnehmenden erhalten keinen Lohn; ein kleines Entgelt wird manchmal angeboten.

Teilweise werden von einer Institution auch Tagesstrukturen integriert in den Wohnalltag angeboten. Die Personen halten sich tagsüber in der Institution auf und machen gemeinsame Aktivitäten. Die Aktivitäten können auch ausserhalb der Institution stattfinden.

Wohnen

Nicht in allen Kantonen sind alle Wohnformen verfügbar. Jeder Kanton hat nur die Wohnformen, zu denen er auch eine gesetzliche Grundlage hat. Manche Kantone haben bei den einzelnen Wohnformen zusätzliche Kriterien, Unterscheidungen oder Erklärungen, welche zusätzlich aufgeführt sind. Ist ein Kanton nicht zusätzlich aufgeführt, hat er keine weiteren Erklärungen.

Wohnen in der Institution

Sie leben in einer Institution und teilen sich die Gemeinschaftsräume wie z.B. die Badezimmer, Wohnräume und den Essraum. In der Regel steht Betreuung rund um die Uhr zur Verfügung.

Zusätzliche Erklärungen pro Kanton:

  • Kanton Basel-Stadt: Sie erhalten in der Regel alle Leistungen aus einer Hand (Unterkunft, Verpflegung und Betreuung).
  • Kanton St. Gallen: In St. Gallen spricht man nicht von „Institution“ sondern von „Einrichtung“.
  • Kanton Zürich: Innerhalb einer Institution können Wohngruppen in der Grösse von 2 bis ca. 12 Personen gebildet werden, die eine Wohnung bewohnen. In einer Institution wohnen mindestens 6 Personen. Es können aber auch mehr als 30 Personen zusammen wohnen.

Wohnen in der Aussenwohngruppe

Sie leben in einer Wohnung und teilen sich mit Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. In der Regel erfolgt die Betreuung tagsüber bzw. am Morgen und Abend. Die Wohnung befindet sich nicht in der Institution/Einrichtung, sondern in Mehr-/oder Einfamilienhäusern.

Zusätzliche Erklärungen pro Kanton:

  • Kanton Zürich: In der gleichen Wohnung leben mindestens 2 Personen.

Einzelwohnen ohne eigenen Mietvertrag

Sie leben in Wohnungen oder Studios mit eigener Küche und eigenem Badezimmer. Der Mietvertrag und die Betreuungsdienstleistungen werden durch die Institution sichergestellt. In der Regel umfasst die Betreuung wenige Stunden pro Woche.

Zusätzliche Erklärungen pro Kanton:

  • Kanton Basel-Stadt: Die Betreuung kann gegebenenfalls auch durch Bereitschafts- und Pikettzeiten ergänzt werden.
  • Kanton Zürich: Die Betreuung ist an fünf Tagen pro Woche im Haus anwesend. Weitere Wohnangebote der Institution und kollektive Wohnräume zur freien Nutzung befinden sich in unmittelbarer Gehdistanz.

Ambulante Wohnbegleitung mit eigenem Mietvertrag

Sie leben in einem Zimmer, einer Wohnung oder einem Wohnhaus, das Sie selbst mieten. Sie beziehen Betreuungs- und Begleitungsdienstleistungen von einer bewilligten Institution für Menschen mit Behinderung.

Zusätzliche Erklärungen pro Kanton:

  • Kanton Wallis: Die sozialpädagogische Betreuung zu Hause ist ein ambulant betreutes Wohnangebot für Einzelpersonen während zwei bis drei Stunden pro Woche. Sie ermöglicht eigenständiges Wohnen und fördert die Wohnfähigkeit. Das Ziel der Massnahme ist die Befähigung zum selbstständigen Wohnen.

Strukturgruppe und Intensivwohngruppe

Sie leben in kleinen Wohngruppen mit besonders intensiver Betreuung. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer. Die Wohngruppen können geschlossene Wohnungen sein und befinden sich oft innerhalb einer Institution/Einrichtung. Diese Wohnform kann eine integrierte Tagesstruktur beinhalten. Die Betreuung erfolgt intensiv und steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Wohnschulen und Wohntraining

Sie leben in einzelnen oder kollektiven Wohnungen. Sie lernen in den Wohnungen, wie sie selbstständig wohnen können. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. Diese Wohnform kann eine integrierte Tagesstruktur beinhalten. Der Aufenthalt in Wohnschulen ist befristet.

Entlastung und Ferien

Sie leben selbstständig oder bei Ihrer Familie. Während den Ferien oder zur Entlastung von Angehörigen leben Sie zeitlich begrenzt in einer bewilligten Institution. Oder Sie leben in einer Institution und während den Ferien oder für ein Timeout (Bsp. Krisenintervention, Entlastungsintervention) leben Sie zeitlich begrenzt in einer anderen Institution. Sie teilen sich Gemeinschaftsräume wie z.B. das Badezimmer und den Essraum. In der Regel steht Betreuung rund um die Uhr zur Verfügung. Diese Wohnform kann eine integrierte Tagesstruktur beinhalten. Nach dem Aufenthalt gehen sie wieder nach Hause.

Geschlechtsspezifisches Angebot

Sie leben in einer für Ihr Geschlecht spezifischen Wohnform. Sie leben nur mit Frauen oder nur mit Männern zusammen.

Arbeiten

Sie arbeiten in einer Werkstatt oder in internen Dienstleistungsangeboten der Institution in verschiedenen Berufsfeldern. Sie finden diese Berufsfelder mit Hilfe der Filterfunktion. Sie haben einen Arbeitsvertrag, erbringen eine wirtschaftlich verwertbare Leistung und erhalten für ihre Arbeit einen Lohn.

Teilweise werden von einer Institution auch externe Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt angeboten. Diese Angebote sind für Personen, die ihre Arbeitsleistung selbstständig ohne grosse Unterstützung erbringen können. Die Personen bleiben bei der Institution angestellt.

Finanzierung

Ausserkantonale Finanzierung (IVSE)

Oft bezahlt der Kanton einen Teil des Angebotes. Dabei ist primär Ihr zivilrechtlicher Wohnkanton für deren Regelung zuständig. Das heisst nicht, dass Sie nur die Angebote beziehen können, welche in Ihrem Wohnkanton liegen. Sie können auch Ihren Wohnkanton anfragen, ob er ein Angebot ausserhalb Ihres Wohnkantons finanziert. Dabei gibt es eine Zusammenarbeit bzw. eine Abmachung aller Schweizer Kantone – diese nennt sich Interkantonale Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE). Diese Vereinbarung (IVSE) regelt die Finanzierung von Angeboten unter den Kantonen. Wird ein freier Platz von einem Standort angeboten, der IVSE anerkannt ist, dann wird dieser wie folgt bezeichnet „Ausserkantonale Finanzierung: IVSE anerkannt“. Dies heisst, dass die Grundlage einer ausserkantonalen Finanzierung geregelt ist und es wahrscheinlich ist, dass Ihr Wohnkanton die Kosten dieses Angebots übernimmt. Ist ein freier Platz „Ausserkantonale Finanzierung: IVSE nicht anerkannt“, ist die Grundlage einer ausserkantonalen Finanzierung noch nicht geschaffen und die Finanzierung schwieriger. Aber vielleicht ist Ihr Wohnkanton trotzdem bereit, das Angebot zu finanzieren. Fragen Sie bei Ihrem Wohnkanton nach.

Der Wohnkanton ist der Kanton, wo eine erwachsene Person vor ihrem Eintritt in eine Institution Ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hatte. Sind Sie unsicher, an wen Sie sich melden sollen, können Sie sich an eine Beratungsstelle wenden.

Kantonale Finanzierung (beitragsberechtigt/anerkannt)

Institutionen, die beitragsberechtigt oder anerkannt sind, erhalten zusätzlich zu den Einnahmen, die sie über die Taxzahlungen von Bewohnern/Bewohnerinnen sowie über den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen erzielen, Gelder vom Kanton. Dazu schliessen sie mit der entsprechenden kantonalen Stelle (Amt) eine Leistungsvereinbarung ab. Beitragsberechtigte bzw. anerkannte Einrichtungen können in der Regel auch Personen aufnehmen, die einen grösseren Unterstützungsbedarf aufweisen.